Überregionale Schulentwicklungsplanung

Der demographische Wandel ist vor allem im ländlichen Raum stärker zu spüren als in den Ballungszentren. Die demographischen Veränderungen haben bereits heute Auswirkungen auf die Schulstruktur in den Gemeinden des Kreises Euskirchen. Ein gesundes und zukunftsorientiertes Schulsystem im Kreis Euskirchen ist Voraussetzung um auch zukünftig für junge Familien interessant zu sein.

Als Schulträger liegt die Schulentwicklungsplanung in der Hoheit der Gemeinden. Unter dem Aspekt der kommunalen Selbstverwaltung, war es für die Kreistagsfraktion eine Selbstverständlichkeit das diese Aufgabe von den Kommunen ohne Einmischung des Kreistages erledigt wird.

Schulentwicklungsplanung von heute, darf sich jedoch nicht allein auf prognostizierte Schülerzahlen innerhalb der Gemeinde stützen, vielmehr sind Veränderungen im gesamten Umfeld zu berücksichtigen um Fehlplanungen zu vermeiden.

Das spürbare Wegbrechen von Schülerzahlen jetzt und in naher Zukunft macht an Gemeindegrenzen nicht halt, so dass eine interkommunale und überregionale Schulentwicklungsplanung sinnvoll und zielführend sein kann. Eine überregionale Planung kann Wechselwirkungen und Schülerströme zwischen den Schulen verschiedener Träger besser berücksichtigen und kann dabei wertvolle Hinweise und Handlungsempfehlung liefern.

Die FDP Kreistagsfraktion favorisiert heute eine überregionale Schulentwicklungsplanung, damit es nicht zur Benachteiligung einzelner Regionen im Kreis kommt. Ziel aller Bestrebung muss es in der Zukunft sein, nach Möglichkeit alle Schulformen in den einzelnen Regionen des Kreises anbieten zu können. Eine überregionale Schulentwicklungsplanung bietet für alle Kommunen ein Rahmen um ein zukunftsfähiges Konzept erstellen zu können. Wir dürfen nicht, bei immer weniger Schülern, immer mehr neue Schulen gründen. Wenn der Blick über den Tellerrand aus bleibt, wird es am Ende nur Verlierer geben.