Überregionale Schulentwicklungsplanung

Der demographische Wandel ist vor allem im ländlichen Raum stärker zu spüren als in den Ballungszentren. Die demographischen Veränderungen haben bereits heute Auswirkungen auf die Schulstruktur in den Gemeinden des Kreises Euskirchen. Ein gesundes und zukunftsorientiertes Schulsystem im Kreis Euskirchen ist Voraussetzung um auch zukünftig für junge Familien interessant zu sein.

Als Schulträger liegt die Schulentwicklungsplanung in der Hoheit der Gemeinden. Unter dem Aspekt der kommunalen Selbstverwaltung, war es für die Kreistagsfraktion eine Selbstverständlichkeit das diese Aufgabe von den Kommunen ohne Einmischung des Kreistages erledigt wird.

Schulentwicklungsplanung von heute, darf sich jedoch nicht allein auf prognostizierte Schülerzahlen innerhalb der Gemeinde stützen, vielmehr sind Veränderungen im gesamten Umfeld zu berücksichtigen um Fehlplanungen zu vermeiden.

Das spürbare Wegbrechen von Schülerzahlen jetzt und in naher Zukunft macht an Gemeindegrenzen nicht halt, so dass eine interkommunale und überregionale Schulentwicklungsplanung sinnvoll und zielführend sein kann. Eine überregionale Planung kann Wechselwirkungen und Schülerströme zwischen den Schulen verschiedener Träger besser berücksichtigen und kann dabei wertvolle Hinweise und Handlungsempfehlung liefern.

Die FDP Kreistagsfraktion favorisiert heute eine überregionale Schulentwicklungsplanung, damit es nicht zur Benachteiligung einzelner Regionen im Kreis kommt. Ziel aller Bestrebung muss es in der Zukunft sein, nach Möglichkeit alle Schulformen in den einzelnen Regionen des Kreises anbieten zu können. Eine überregionale Schulentwicklungsplanung bietet für alle Kommunen ein Rahmen um ein zukunftsfähiges Konzept erstellen zu können. Wir dürfen nicht, bei immer weniger Schülern, immer mehr neue Schulen gründen. Wenn der Blick über den Tellerrand aus bleibt, wird es am Ende nur Verlierer geben.

NRW verschiebt Beschlüsse zum 9. Schulrechtsänderungsgesetz

© shootingankauf - Fotolia.com
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Die im 9. Schulrechtsänderungsgesetz geregelte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird von der NRW Landesregierung um ein weiteres Jahr verschoben und soll erst im Schuljahr 2014/2015 zur Anwendung kommen.

Auslöser für die Verschiebung war die teilweise heftige Kritik auf den Referentenentwurf des „9. Schulrechtsänderungsgesetz“ und der „Verordnung über die Mindestzahlen von Förderschulen“. Bei Umsetzung des ursprünglichen Entwurfes, wäre es vor allem zu einer massiven Schwächung des ländlichen Raumes gekommen.

Durch den Aufschub des Gesetzes, wird es jedoch für die Gruppe der Menschen mit Behinderung noch keinen verbindlichen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung geben. Im Kreis Euskirchen wird durch Schulaufsicht und Schulträger bereits heute, soweit möglich, der Elternwille bei der Festlegung des sonderpädagogischen Förderorts berücksichtigt.

Für den neuen Referentenentwurf bleibt zu hoffen, dass ein Weg gefunden wird ein inklusives Schulsystem zu integrieren, ohne auf den Weg dahin Verlierer zu generieren.

 

Sind wir auf dem richtigen Weg zur inklusiven Bildungslandschaft in NRW?

Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung durch Deutschland im Jahr 2009 erfolgte eine breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das Thema Inklusion. Parteiübergreifend besteht auch heute noch der Konsens, dass unsere Gesellschaft von der Verschiedenheit lebt und die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu fördern ist.

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Vor allem im Bildungsbereich hat die UN-Konvention der Forderung nach einer Integration behinderter Kinder in Regelschulen neuen Auftrieb gegeben. Bereits vor der Ratifizierung der UN-Konvention erfolgte in einigen Schulen der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Der größte Teil der Schüler mit Förderbedarf wird derzeit jedoch noch in Förderschulen unterrichtet. Langfristig hat die UN-Konvention das Ziel, nahezu alle Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam mit anderen Kindern in einer Schule zu unterrichten.

Bei aller Diskussion zur Inklusion darf nicht vergessen werden, dass in unseren Förderschulen bisher eine sehr gute Arbeit geleistet wurde. Mit viel persönlichem Einsatz der Lehrerschaft wurde den Schülern ein gutes Lernklima geboten um die individuellen Fähigkeiten der Kinder zu fördern.

Da Bildung Aufgabe der Bundesländer ist, erfolgt die Umsetzung der UN-Konvention auf Länderebene. Aus diesem Grund wird es in der Umsetzung große Unterschiede in den einzelnen Bundesländern geben.

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Im September 2012 hat das NRW-Bildungsministerium die ersten Referentenentwürfe für die zukünftigen gesetzlichen Regelungen veröffentlicht. Der derzeitige Entwurf der „Verordnung über Schulgrößen der Förderschulen und der Schulen für Kranke“ hat vor allem für Förderschulen im ländlich strukturierten Bereich enorme Auswirkungen. Im Gegensatz der bisherigen Regelung enthält der aktuelle Entwurf nicht mehr dieMöglichkeit der  Ausnahmeregelung, dass die Gesamtzahl der Schüler bis zu 50% unterschritten werden kann. Sollte die Verordnung in dieser Fassung am 01.08.2013 in Kraft treten, können Förderschulen die zu diesem Zeitpunkt die Mindestgröße nicht erreichen ab dem 01.08.2014 keine Schüler mehr aufnehmen.

Mit dieser radikalen Einführung der Inklusion, nimmt die Rot-Grüne Landesregierung den Tod der ländlichen Förderschulen in Kauf. Welches Konzept die Landesregierung bei der Einführung einer inklusiven Bildungslandschaft verfolgt, wird einen noch nicht richtig klar.

Ich bin der Meinung, das es für alle Beteiligten besser wäre, den Weg zur inklusiven Bildungslandschaft in einem längeren Zeitraum zu beschreiten. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, dass wir unserer Förderschulen mit Gewalt „ausbluten“ lassen.

Da bereits von einigen Verbänden starke Kritik an den aktuellen Referentenentwürfen geäußert wurde, bleibt zu hoffen das bis zur Beschlussfassung nachgebessert wird.

Bei aller Diskussion zum Thema darf am Ende das Wohl der Betroffenen nicht vergessen werden!

Stärkung des Schulstandort Zülpich

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Heute hat der Rat der Stadt Zülpich einstimmig beschlossen die Karl-von-Lutzenberger-Realschule im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit gemeinsam mit der Gemeinde Vetweiß zu betreiben.

Der demographische Wandel macht auch vor der Stadt Zülpich nicht halt. Bereits heute sind wir bei den weiterführenden Schulen auf nicht Zülpicher Schüler angewiesen. Die meisten auswärtigen Schüler, der weiterführenden Schulen in Zülpich, kommen aus den Gemeinden Vettweiß und Nörvenich. Diese Schüler tragen zu einer Sicherung der Schullandschaft in Zülpich bei. Im Sinne einer vorausschauenden Schulentwicklungsplanung hat sich Politik und Verwaltung entschlossen die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vettweiß zu suchen.

Ab dem Schuljahr 2013/14 soll die Karl-von-Lutzenberger-Realschule einen weiteren Standort in der Gemeinde Vettweiß erhalten. Die Realschule wird an beiden Standorten Zweizügig betrieben.

Durch diese Zusammenarbeit kann in Zülpich auch weiterhin das bewährte dreigliedrige Schulsystem angeboten werden.

Der Rat der Gemeinde Vetweiß hat bereits am 16.05.2012 einstimmig dieser interkommunalen Zusammenarbeit zugestimmt.

40 Jahre Hans-Verbeek-Schule

Am 12. Mai feierte die Förderschule (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) ihr 40 jähriges Bestehen. Viele Gäste sind der Einladung von Schulleiterin Schmitz gefolgt.

Absoluter Höhepunkt der Feierstunde waren die Auftritte der Schulband.

Es wurde eindrucksvoll gezeigt was man mit individueller Förderung erreichen kann. Bei aller notwendigen Diskussionen zur Inklussion darf man die gute Arbeit die an den Förderschulen gemacht wird, nicht vernachlässigen.

Wettbewerbsfähige Ausbildung am Thomas Eßer Berufskolleg Euskirchen

Unter dem Motto „Face the Future“ (Begegne der Zukunft) stellten am 02. Februar die Absolventen des Bildungsgang „Informations-technischen-Assitenten“ (ITA) ihre Abschlussarbeiten vor Vertretern aus Industrie, Handwerk und Politik auf dem ITA-Forum vor.

Das ITA-Forum wird bereits zum achten Mal von dem Thomas Eßer Berufskolleg (TEB) durchgeführt.
„Auf beeindruckende Weise präsentieren die Schüler und die Schule hier die gute Qualität der Ausbildung.“ sagt Christian Grau, Vorsitzender des Schulausschusses im Kreistag Euskirchen.
Die von den Schülern vorgestellten Projekte orientierten sich an vorhandenen Problemstellungen und werden zukünftig im Schulbetrieb des TEB weiter genutzt. Zu den Projekten zählte unter anderen die Erstellung einer neuen und modernen Internetseite für das Berufskolleg.

„Die Umsetzung und Präsentation aller Abschlussarbeiten erfolgte auf einem sehr hohen Niveau. Die Schüler werden im TEB optimal auf das Arbeitsleben vorbereitet.“, so Grau, der auch Mitglied im Rat der Stadt Zülpich ist und seinen Schwerpunkt in Jugend- und Schulpolitik setzt.